E-Bike Inspektion

E-Bike Fahrer sollten ihre Elektrofahrräder regelmäßig zum Kontrolltermin in die Service-Werkstatt ihres Fahrradladens bringen. So ist eine lange Lebensdauer des Pedelecs und der maximale Fahrspaß garantiert.

Die schnelle Verbreitung von Elektrofahrrädern hat dazu geführt, dass es immer mehr Antriebssysteme und Akkusysteme gibt. Speziell ausgebildete Zweiradmechaniker und geschulte Service-Mitarbeiter bilden sich auf Schulungen der Hersteller ständig fort. Der klassische Zweiradmechaniker wird seit einigen Jahren immer mehr zum E-Bike Mechatroniker.

Mit diesem spezifischen Fachwissen garantiert der Fahrradfachhandel, dass E-Bikes bei einer Inspektion mit den neusten Softwareupdates ausgestattet werden und Akku und Motor einwandfrei funktionieren.

Verschiedene Markenhersteller

Die aktuellen Akkusysteme der Markenhersteller Bosch, Brose, Panasonic, BionX, Continental, Yamaha oder Shimano sind sehr robust und halten mehrere tausend Ladezyklen. Bei einer durchschnittlichen Fahrtlänge von 50km pro Ladung kann man mit modernen Akkus bis zu 100.000km fahren. Optimalerweise werden die Akkus bei Zimmertemperatur geladen und auch nicht bei Minusgraden unter 0 gelagert. Gerade im Winter ist es wichtig, den Akku aus dem E-Bike zu nehmen und in der Wohnung zu lagern. Sonst kann es zu verringerter Akkukapazität oder schnellem Entladen kommen. Wer also sein Fahrrad in der Garage oder draußen lagert, der sollte im Winter ein Auge auf die Temperatur haben. Sollte sich der Akku schnell entladen, nur wenige Kilometer halten oder gar nicht laden, dann können Zweiradwerkstätten bei einer E-Bike Inspektion den Akku an ein Prüfgerät anschließen und auswerten, ob er defekt ist. Wenn das der Fall ist, greift gegebenenfalls eine Garantie des Herstellers oder einer Versicherung. Garantiert ist, dass das Fahrradgeschäft vor Ort schnell eine Lösung, zum Beispiel die Verleihung eines Leihrades finden wird, so dass die Mobilität nicht eingeschränkt wird.

Der Motor

Defekte am Motor sind seltener Natur. Meistens hängt es mit der Verkabelung, den Antriebssensoren, dem Display oder dem Akku zusammen, dass der Elektromotor des Fahrrads nicht mehr unterstützt. In ein paar wenigen Fällen kommt es bei der elektrischen Unterstützung durch den Motor zu Geräuschen, die durch die fachgerechte Überprüfung und Reparatur in der Werkstatt des Fahrradhändlers beseitigt werden.

Sensoren des Elektroantriebs sitzen bei vielen Motoren am Rahmen oder im Laufrad selbst. Diese messen die Umdrehungen des Rades pro Minute und berechnet somit die Geschwindigkeit des E-Bikes. Bei schnellen Elektrorädern ist diese maximal 45 km/h und bei Standard-Pedelecs 25 km/h. Diese Sensoren können durch äußere Kraft verrutschen oder durch Dreck verschmutzen. E-Citybikes und E-Trekkingbikes sind davon weniger betroffen, häufiger eher E-MTB (E-Mountainbikes) und E-Cargobikes. Die Suche nach dem Defekt ist in solchen Fällen schnell gefunden.

Das Display

Das Display zeigt alle wichtigen Informationen an und ist eine Art Schlüssel fürs Fahrrad. Ohne Display kann die Unterstützung des Motors nicht in Betrieb genommen werden. Für den Diebstahlschutz empfiehlt es sich deshalb das Display abzunehmen, wenn das Fahrrad unbeaufsichtigt stehen gelassen wird. Bei Displays kann es zu Wackelkontakten kommen, weshalb die Stromversorgung des Elektroantriebs beeinträchtigt sein kann. Ein klassischer Defekt ist das gebrochene Display, wenn es einmal aus der Hand auf den Boden fällt.

Das Ladegerät

Zuletzt braucht es ein Ladegerät um den Akku regelmäßig zu laden. Ein Ladegerät passt immer nur auf eine bestimmte Art von Akku, ein Ladegerät von Bosch kann beispielsweise keinen Akku von Shimano laden. Ein defektes Ladegerät macht sich durch eine besonders starke Hitzeentwicklung bemerkbar. Sollte trotz funktionsfähigem Akku und funktionierender Stromversorgung der Akku nicht laden, liegt der Fehler wahrscheinlich am Ladegerät. Hier kann es beispielsweise zu Kabelbrüchen in den Stromkabeln kommen. Ladegeräte werden von den meisten Herstellern oft auf Garantie oder Kulanz kostenlos ausgetauscht.

Welche Marken der jeweilge Händler repariert und im Sortiment hat, kann in den Händlerdetails nachgelesen werden.

Der Umfang des Services kann zwischen verschiedenen Fahrradläden variieren. Deshalb sind die angezeigten Preise für Werkstatt und Service möglicherweise unterschiedlich. Welche Leistungen im Service des ausgewählten Bike Shops enthalten sind, wird vom Mitarbeiter des Geschäfts in einem persönlichen Beratungsgespräch im Fahrradladen erläutert.

Werkstatt

Ein guter Fahrradladen braucht zwangsläufig eine Werkstatt um bei kleinen Problemen am Fahrrad schnell helfen zu können oder größere, individuelle Umbauten für seine Kunden zu realisieren. Ob ein platter Schlauch, eine springende Schaltung die eingestellt werden muss oder ein Problem mit den Bremsen - ausgebildete Zweiradmechaniker können im Fahrrad-Fachhandel so gut wie jedes Problem lösen. Bei Fahrradgeschäften die einen guten Service anbieten, kann es sogar zu Wartezeiten bis zu sechs Wochen für eine große Inspektion kommen, wenn im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen rufen. Gerade in den ersten Frühlings- und Sommermonaten heißt es häufig "bitte einmal alles durchschauen". Damit ist meistens die allgemeine Inspektion gemeint.

Eine gute Fahrradwerkstatt zeichnet sich durch bestens ausgebildete Fahrradmechaniker und professionelles Werkzeug aus. Auch der Umgang mit speziellen Fahrrädern wie Transporträdern, Carbon-Rennrädern, vollgefederten Mountainbikes, E-Bikes oder Falträdern muss gelernt sein. Je spezialisierter ein Geschäft auf einer dieser Branchen ist, desto besser kann auch die Werkstatt auf nötige Reparaturen eingehen.

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