Mountainbike Beratung

Drei Dinge, auf die es bei einer guten Mountainbike-Beratung ankommt:

  1. Zuerst muss im gemeinsamen Dialog herausgefunden werden, welcher Einsatzzweck geplant ist.
  2. Anschließend muss das passende Mountainbike für Einsatzzweck und Fahrer gefunden werden.
  3. Zuletzt muss das Mountainbike an den Fahrer individuell angepasst und eingestellt werden.

Um den Einsatzzweck zu bestimmen, sind die Fahrgewohnheiten des Kunden ausschlaggebend. Geht es eher darum gemütliche Mountainbike Touren über Wald- und Feldwege zu fahren oder darum beim nächsten XC (Cross Country) Rennen unter die Top 10 zu kommen. Es wird im allgemeinen zwischen einer Hand voll Mountainbike-Disziplinen unterschieden.

XC & Marathon Die populärste MTB Variante ist das Cross Country (XC). Hierbei geht es darum mit einem möglichst leichten Fahrrad einen Rundkurs zu bewältigen. Die Fahrräder zum XC-Fahren sind meistens Hardtails (nur mit Federung am Vorderrad) oder leichte Full-Suspension-Bikes (Fullys) mit kurzem Federweg zwischen 80 und 120 mm. Umgangssprachlich beschreibt Cross-Country-fahren das Fahren klassischer Mountainbike Touren im Wald, Wiesen und Felder. Mit den selben Fahrrädern wie im MTB-XC werden auch Mountainbike Marathons gefahren. Hierbei geht es darum, eine lange Strecke in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Gestartet wird in einer großen Gruppe, welche sich allerdings schnell über die gesamte Strecke entzerrt. Klassische Distanzen im Mountainbike Marathon liegen zwischen 40 und 120 Kilometer. Die Eigenschaften von XC oder Marathon Mountainbikes sind eine sportliche Sitzposition und ein geringes Gewicht. Features wie absenkbare Federgabel oder Lock-Out Funktion der Federelemente (Gabel und Dämpfer) sind beliebt und häufig an den Fahrrädern zu finden.

Allmountain Wer lieber komfortabler und nicht auf Zeit unterwegs ist, der ist im Allmountain Bereicht gut aufgehoben. All Mountain Mountainbikes zeichnen sich durch eine gemütlichere und aufrechtere Sitzposition aus als XC- und Marathonbikes. Auch haben sie etwas mehr Federweg, zwischen 100 und 140 mm. Diese Art von Fahrrädern eignet sich auch für Fahrer, die gerne anspruchsvolle Trails und Touren fahren, denn der größere Federweg macht das Fahrrad bei wurzeligem und steinigem Untergrund laufruhiger und sicherer.

Enduro Beim Enduro geht es schon etwas härter zu - Federwege zwischen 140 und 170 mm sind hier an der Tagesordnung. Sprünge, Wurzelfelder, Drops und Highspeed Passagen gehören für jeden Endurofahrer dazu. Die Enduro MTBs sind stabil, laufruhig und haben viel Federweg. Absenkbare Sattelstützen, breite Lenker und stabile Reifen für guten Grip gehören an jedes Enduro Mountainbike. Die Sitzposition ist aufrechter als beim Allmountain MTB und wer gemütlich auf seinem Bike sitzen möchte, greift gerne zum Enduro. Biker tragen dabei Helm, Handschuhe sowie gegebenenfalls Knieschoner und sogar Rückenprotektor. Je steiler die Strecken und schneller die Trails, desto stärker erblüht das Endurofahrer-Herz.

Freeride & Downhill Die spektakulärste und risikoreichste Disziplin ist das Freeride und Downhill MTB. Im Freeride fahren die Biker möglichst stylisch einen Parkour ab und machen dabei spektakuläre Tricks. Beim Downhill hingegen gewinnt der Fahrer, der die bergabgehende Strecke in der kürzesten Zeit absolviert. Die Fahrräder sind sind vollgefedert und haben zwischen 180 und 200 mm Federweg. Die Mountainbikes sind nicht dazu geeignet auf Touren oder längere Strecken gefahren zu werden, da sie einzig fürs Bergabfahren gebaut wurden. Sie sind vor allem stabil und haben gute Laufeigenschaften auf ruppigem Gelände.

Nachdem der Einsatzzweck erfragt wurde, präsentiert der Verkaufsberater die potentiellen Mountainbikes. Je mehr Marken ein Fahrradgeschäft führt, desto mehr Modelle stehen dem Kunden bei der Mountainbike Beratung zur Verfügung. Manche Marken bieten Fahrräder für alle Disziplinen an, manche Marken haben sich auf wenige Disziplinen spezialisiert. Hier kommt es auf die Erfahrung und die Spezialisierung des Zweiradladens an. Da viele Mitarbeiter im Zweiradhandel selbst auch sportlich Fahrrad fahren, schöpfen die Kunden des Bike Shops aus einem reichen Erfahrungsschatz. Zur Auswahl des richtigen Fahrrades gehört die Beratung durch den Mitarbeiter im selben Maße wie die ausführliche Probefahrt. Je intensiver das Fahrrad getestet werden kann, desto besser für die Kaufentscheidung.

Nachdem die Wahl auf ein bestimmtes Fahrrad gefallen ist, wird dieses in der Werkstatt final durchgecheckt und falls notwendig mit individuellen Bike-Parts aufgebaut. Anschließend wird das fertige Bike individuell auf den Fahrer angepasst. Dazu wird die Sattelposition, die Sattelhöhe, die Lenkerposition, der Reifendruck und die Härte der Federgabel und des Dämpfers eingestellt.

Beratung

Die Kaufberatung zu E-Bikes, Rennrad, Mountainbike, Trekkingbike, Citybike oder Faltrad ist neben der Werkstatt das zweite Standbein des Fahrradhändlers. Mit dem Verkauf von Neurädern macht der Fachhandel mehr als die Hälfte seines Umsatzes. Dementsprechend wichtig ist es, dass seine Mitarbeiter viel Erfahrung mitbringen und ein gutes Auge für die Kundenwünsche haben. Häufig fahren die Mitarbeiter des Geschäfts selbst Fahrrad und sind auf einen Radsport spezialisiert. Ob Rennrad, Mountainbike, Gravel Bike oder Crosser - die Frage nach der "cooleren" Disziplin ist Philosophie. Und genau diese Philosophie ist das, was Kunden im Geschäft spüren. Dabei ist Radfahrern wichtig, dass sie mit ihren Bedürfnissen ernst genommen werden und einen fachlich kompetenten Ansprechpartner auf Augenhöhe haben, der sie in der Wahl des richtigen Sportgeräts professionell berät. In puncto Beratung unterscheiden sich Fahrradegeschäfte enorm. Beim Rennrad-Spezialisten erhält man natürlicherweise die beste Beratung für Rennräder und beim Mountainbike-Spezialisten die beste Beratung für Mountainbikes. Je stärker das Geschäft auf eine Fahrradart fokussiert ist, desto mehr Insider-Tipps und Tricks kann man von den motivierten Mitarbeitern erwarten. Denn dort arbeiten Bike Spezialisten in ihrem Traumberuf.

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