Sind mehr Gänge gleichzeitig besser?

Möchtest Du Dir ein neues Fahrrad zulegen gibt es einige Sachen zu beachten. Dazu gehört auch die Art der Gangschaltung und wie viele Gänge Dein Fahrrad haben soll. Du denkst, je mehr, desto besser? Das kann man nicht unbedingt so sagen. Es kommt zunächst einmal auf die Art Deines Wechselgetriebes an. Wie die Schaltungen funktionieren und was hinter der Gangzahl steckt, erklären wir Dir hier.

1. Die Kettenschaltung

Die gängigste Schaltung auf dem Markt ist die Kettenschaltung (Außenschaltung). Diese besteht aus Kettenblättern am Vorder- und Hinterrad, in welche die Kette greift und durch den Wechsel von Ritzel zu Ritzel in verschiedene Gänge springt. Beim Einlegen eines niedrigen Ganges spricht man von einer niedrigen Übersetzung. Dabei ist das vordere Ritzel mit wenigen Zähnen ausgestattet, und das hintere mit vielen. Der leichte Widerstand sorgt allerdings auch dafür, dass Du langsamer voran kommst. Für die Fahrt bergauf ist es optimal. Eine hohe Übersetzung, also ein hoher Gang, ruft wiederum einen hohen Widerstand hervor und lässt Dich mit einem Tritt mehr Wegstrecke zurücklegen. Das vordere Kettenblatt hat dabei viele Zähne, das hintere dafür weniger. Hersteller verwenden bei einer Kettenschaltung häufig bis zu 12 Zahnräder am Hinterrad, woraus sich zwischen 27 und 30 Gänge ergeben. Eine Kettenschaltung mit einer Gangzahl zwischen 16 und 24 eignet sich sehr gut für hügelige Landschaften oder eine Fahrt durch die Berge. Das Mountainbike hat zum Beispiel meistens eine Kettenschaltung. Modern ist es beim MTB aber auch, vorne nur noch ein Ritzel zu haben und hinten 10-12.

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2. Die Nabenschaltung

Eine weitere Form der Schaltung ist die Nabenschaltung (Innenschaltung). Diese wird geschlossen in die Hinterradnabe eingebaut. Da sich aus einem einzigen Getriebe nur drei Gänge ergeben würden, wird die Nabe mit sogenannten Planetengetrieben kombiniert und ergibt bis zu 14 Gänge. Normalerweise hat man aber nur bis zu neun Gänge bei einer Nabenschaltung, welche für den Alltagsgebrauch und für Kurzstrecken völlig ausreichen. Auf flachen und wenig hügeligen Strecken eignet sich eine Nabenschaltung perfekt. Wenn Du mehr zu den Vor- und Nachteilen der vorgestellten Gangschaltungen wissen möchtest, klicke hier.

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Wie entscheidend ist die Anzahl der Gänge?

Wie Du jetzt weißt hängt die Anzahl der Gänge unter anderem davon ab, ob Du mit einer Ketten- oder Nabenschaltung fährst. Bei Stadtfahrten eignen sich Nabenschaltungen gut, bei regelmäßigen Fahrten durchs Gebirge kommst du aufgrund der höheren Gangzahl mit Kettenschaltungen besser voran. Trotzdem muss eine hohe Gangzahl nicht bedeuten, dass sie hochwertiger oder besser ist. Bei 30 Gängen einer Kettenschaltung lassen sich zum Beispiel nur 18 davon mit einem fühlbaren Unterschied nutzen. Bei einer Nabenschaltung passiert das nicht. Hier macht jeder Gang einen Unterschied.
Da es bei der Kettenschaltung viele Überschneidungen gibt, ist es wichtiger auf das Übersetzungsverhältnis, anstatt auf die reine Anzahl der Gänge zu achten. Ob das Verhältnis gut ist, kannst Du ganz einfach bei einer Probefahrt testen. Bist Du im bergigen Gelände unterwegs, sollte Dich der kleinste Gang bei leichtem Treten über den Berg bringen, bei der Abfahrt solltest Du im höchsten Gang noch ein wenig mittreten können. Der Spruch “weniger ist mehr” kann bei der Anzahl der Gänge also durchaus zutreffen. Beachte beim Kauf, wo Du Dein Fahrrad am häufigsten nutzen wirst. Bei flachen Fahrten durch die Stadt reichen wenige Gänge schon aus. Sobald das Rad aber als Trainingsgerät oder lange Touren durch bergiges Gelände genutzt wird, sind mehrere Gänge ein Muss. Achte hier aber auf das Verhältnis der Übersetzung und lasse Dich nicht von der hohen Ganganzahl täuschen.

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