flexini E-Bike Guide

  • Ratgeber


Checkliste für den E-Bike Kauf

Die E-Bike Branche boomt. Mit E-Bikes ist man umweltschonend, gesund und preiswert unterwegs: Ohne viel Anstrengung trotzdem mit den anderen Radfahrern im Straßenverkehr mithalten und nicht verschwitzt im Büro ankommen, die Sonntags Radtour mit der Familie ist auf einmal wieder zumutbar oder auch beim Mountainbiken am Wochenende den Berg mühelos hoch- und nicht nur runterfahren.

Kurz gesagt: Elektrofahrräder erleichtern unseren Alltag. Kein Wunder also, dass die Zweiräder immer beliebter werden. Beim Kauf eines E-Bikes ist jedoch auf bestimmte Dinge unbedingt zu achten. Der flexini E-Bike Guide hilft Dir, das richtige Fahrrad beim Händler Deines Vertrauens zu finden.

1. Welches E-Bike ist das Richtige?

Vor dem Kauf eines E-Bikes ist es wichtig sich zu überlegen, welche Art E-Bike das Richtige ist. Inzwischen gibt es für jeden Einsatzzweck das passende Elektrofahrrad. Je nach Gebrauch ist beispielsweise eine andere Rahmenform, eine höhere Akkukapazität, eine andere Motorposition etc. Unterschieden wird bei de E-Bikes zwischen Tiefeinsteiger E-Bikes, Tour- und Sportkategorie, City- und Lifestyle-E-Bikes, Kompakt-E-Bikes- S-Pedelecs und E-Mountainbikes.

2. Kosten

E-Bikes haben eine breite Preisspanne. Diese reicht von wenigen Hundert Euro bis in den zweistelligen Tausenderbereich. Wichtig ist, sich vor dem Kauf über das Preislimit Gedanken zu machen. Hochwertige und sichere E-Bikes gibt es bereits ab einem Preis von ca. 2000 Euro. Von Discounter E-Bikes raten wir aufgrund meist fehlender Sicherheit und mangelnder Qualität ab. Jeder Fahrradladen bietet jedoch die Möglichkeit die Fahrräder über eine Finanzierung laufen zu lassen und so einen monatlichen Preis abzubezahlen.

3. Rahmenhöhe

Wie bei jedem anderen Velo gilt auch beim E-Bike: Die richtige Rahmenhöhe ist für den ultimativen Fahrspaß essenziell.

Zunächst muss die Innenseite des Beines gemessen werden (vom Schritt bis zum Boden).

Bei einer Rahmenhöhe in cm berechnet sich sich die Rahmenhöhe wie folgt:

Beininnenlänge x 0,66

Bei einer Rahmenhöhe in Zoll berechnet sich sich die Rahmenhöhe wie folgt:

Beininnenlänge x 0,259

Bei E-Mountainbikes wird die Rahmenhöhe in cm wie folgt berechnet:

Beininnenlänge x 0,574

Bei E-Mountainbikes wird die Rahmenhöhe in Zoll wie folgt berechnet:

Beininnenlänge x 0,226

Liegt der ausgerechnete Wert zwischen zwei Rahmenhöhen, ist zu beachten, dass der kleinere Rahmen eine sportlichere Fahrweise bedeutet. Prinzipiell gilt jedoch immer: Probieren geht über studieren. - Eine Probefahrt ist enorm wichtig. So kann jeder die Vor- und Nachteile der verschiedenen Rahmenhöhen erfahren und selbst entscheiden, welche Variante für einen persönlich am besten ist.

4. Die richtige Schaltung

Mithilfe einer Gangschaltung verringert sich der eigene Kraftaufwand. Wichtig bei der Schaltung ist die Entscheidung zwischen einer Naben- und Kettenschaltung. Eine Kettenschaltung ermöglicht in jeder Fahrsituation einen flüssigen Gangwechsel. Dies ist besonders bei sportlichen E-Bikes von Vorteil, da so die Geschwindigkeit vorhanden bleibt. Bei einer Nabenschaltung hingegen muss während des Schaltvorgangs der Druck vom Pedal genommen werden. So verliert man automatisch an Geschwindigkeit, was bei gemütlichen Radtouren jedoch kein Problem ist. Eine Nabenschaltung ist außerdem pflegeleichter als eine Kettenschaltung.

5. Federung

Das Thema Federung ist unter Radfahrern allgemein bekannt. Ist man auf unebenen Straßen unterwegs, möchte man nicht jeden Stein und jede Unebenheit spüren. Eine gute Federung sorgt also für mehr Fahrkomfort. Das einzig negative an der Federung ist, dass sie Preis und Gewicht in die Höhe treibt. Fährt man mit seinem Zweirad also meistens in der Stadt, kann man sich das Geld für die teuere Federung in der Regel sparen.

6. Bremse

Sicher unterwegs ist man mit einer Scheibenbremse. Diese sind jedoch nur bei schnellen E-Bikes (bis 45km/h) verpflichtend. Bei den üblichen E-Bikes, die bis 25km/h unterstützen, kann auch eine Felgenbremse ausreichend sein.

7. Reichweite

Die Reichweite des E-Bikes hängt von Faktoren wie dem gewählten Unterstützungsgrad, dem Streckenprofil, der Außentemperatur, dem Fahrergewicht sowie dem individuellen Fahrstil ab. Bei den meisten Elektrorädern beträgt die Reichweite rund 50 Kilometer. Bei geringerem Unterstützungsgrad kann die Reichweite jedoch auch bis zu 100 Kilometern betragen.

8. Akku

Laut der meisten Hersteller überlebt ein Akku um die 1.000 Ladevorgänge. Geht man also von einer durchschnittlichen Reichweite zwischen 50 und 60 Kilometern aus, sollte man mit dem E-Bike 50.000 bis 60.000 Kilometer weit kommen. Der Preis eines Ersatzakkus liegt in der Regel zwischen 500 und 1.000 Euro. Eine gute Akkupflege ist deswegen unumgänglich.

9. Motor

Bei E-Bikes unterscheidet man zwischen drei Motoren: der Motor in der Hinterradnabe, dem Mittelmotor und dem Vorderradmotor.

Der Motor in der Hinterradnabe zeichnet sich vor allem durch die direkte Kraftübertragung aus. Diese erfolgt kraftvoll und leise. Vorteil hierbei ist, dass bei den mechanischen Komponenten weniger Verschleiß auftritt.

Der Mittelmotor (Position des des Motors im Tretlagerbereich) bietet ein unverfälschtes, sicheres Fahrgefühl, fast als würde man ohne Motor fahren. Aus diesem Grund zählt er zu den meist verbreiteten Motoren am E-Bike. Der einzige Nachteil hierbei ist, dass die Kette sowie das Ritzel stärker belastet werden.

Ein Vorderradmotor ist günstig in der Anschaffung und leicht nachzurüsten. Sie sind jedoch fast vom Markt verschwunden, da sie viele Nachteile mit sich bringen: Frontmotoren unterstützen eher laut, was die harmonische Fahrweise stört. Außerdem nehmen sie Einfluss auf das Lenkverhalten, da sich das Gewicht am Vorderrad befindet. Des Weiteren kann das Anfahren am Berg oder auf losem, nassem Untergrund Probleme mit der Traktion mit sich bringen und so wegrutschen.

10. Gewicht

Durch den Akku, Motor und den stabiler gebauten Rahmen ist ein E-Bike deutlich schwerer als ein klassisches Fahrrad. Die meisten E-Bikes wiegen um die 20 kg, jedoch bewegen sich manche auch schon auf die 30 kg zu. Wichtig ist, beim Fahrradtransport daran zu denken. E-Bikes können so schneller das maximal zulässige Gewicht eines Fahrradträgers überschreiten. Aus diesem Grund bietet Hersteller inzwischen extra für E-Bikes angefertigte Fahrradträger an.

11. Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist bei einem E-Bike unbedingt notwendig. Die Lichtleistung der Lampe spielt dabei eine wichtige Rolle. Dabei sollte man sich nicht allein auf die Lichtstärke verlassen. Die Größe des Lichtkegels ist wichtig, um eine breite und gleichmäßige Beleuchtung zu erzielen.

12. Probefahrt

Das Wichtigste vor dem Kauf ist jedoch die Probefahrt. Nur nach einer ausgiebigen Probefahrt kann man entscheiden ob das ausgewählte Zweirad das Richtige ist. Es kommt dabei besonders auf das System, den Motor sowie die Teile am Lenker an, die so angeordnet sein sollten, dass sie während der Fahrt gut bedienbar sind. Durch unsere E-Bike-Kauf-Checkliste kannst du genau erfassen, ob dein ausgewähltes E-Bike das richtige für dich ist.

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