Mobilitätswende - jetzt!

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Es ist preiswert, gesund und macht Spaß: das Fahrradfahren. Die Volksinitiative “Aufbruch Fahrrad” setzt sich für eine landesweite, moderne Mobilitätswende ein, sodass junge, alte und gehandicapte Menschen sicher mit dem Fahrrad ans Ziel kommen. Ganz nebenbei werden die Städte NRWs und damit auch Köln zu grüneren und lebenswerteren Wohnräumen.

Der Kölner Verein RADKOMM gründete im April 2017 die Initiative, der sich mittlerweile zahlreiche Organisationen wie der ADFC und Greenpeace angeschlossen haben. Ziel ist es, den Radverkehr von gerade einmal 8% auf landesweite 25% zu erhöhen. Dazu hat “Aufbruch Fahrrad” neun Maßnahmen formuliert, die fester Bestandteil des Gesetzes werden sollen. Damit sich der Landtag NRW überhaupt erstmal mit den Forderungen der Bürgerinitiative befasst, müssen 66.000 Unterschriften innerhalb eines Jahres vorgelegt werden. Offizieller Start war der 16. Juni 2018.

66.000 Stimmen für 0 Verkehrstote

Die Bürgerinitiative fordert mehr Sicherheit für Fahrradfahrer auf den Straßen. Sie setzt kein geringeres Maß als “Vision Zero” an: Null Verkehrstote. Um diese Ziel zu erreichen, müsse das Land für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr sorgen. Hierfür sollen besonders Polizisten einbezogen werden, die sich aktiv für den Schutz von Fußgängern und Radfahrern einsetzen. Damit sich Autos und Fahrradfahrer gar nicht erst in die Quere kommen, sollen Radschnellwege und überregionale Fahrstreifen gebaut werden. Generell müsse die Radinfrastruktur jeder Kommune verbessert werden. Wer multimobil unterwegs sein möchte, sollte die Möglichkeit haben, sein Rad kostenlos in Bus und Bahn mitzunehmen oder es wenigstens in sichere Abstellanlagen unterbringen zu können. In diesen sollten auch Lastenräder ausreichend Platz habe. Ganz wichtig: Auf den Kölner Straßen wird das Lastenrad eher selten gesichtet, obwohl es die Lärm- und Abgasbelastung, die falsche Nutzung des Parkraums und die unzähligen Staus reduzieren würde. Besonders dann, wenn Kundendienstleister wie Handwerker vom Kleintransporter aufs Lastenrad umsteigen würden.

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Megametropolen haben es geschafft - warum Köln nicht?

Viele Städten haben es schon vorgemacht: Dank guter und flächendeckender Radwege in Millionenstädten wie New York und London stieg der Anteil der Fahrradfahrer im Straßenverkehr signifikant an. Auch NRW mitsamt seinen Städten und Dörfern ist dafür bestens geeignet. Die Fläche des Landes ist die dichtbesiedelste Europas und die Ebenen sind in den Ballungsräumen flach und somit gut befahrbar. Gerade in der Stadt, in der die Autos meist nur kurze Strecken zurücklegen, könne gut auf das Fahrrad umgesattelt werden. Vielleicht würde NRW so vom Treppchenplatz der bundesweiten Staukilometer kommen - fast ein Drittel entfiel auf das Bundesland.

Auch die Stadt Köln sieht es als notwendig an, den Radverkehr innerhalb der Stadt zu steigern. Der Fokus liegt besonders auf dem klimaschonenden Fußabdruck des Radverkehrs. Die Verlagerung der Pkw-Nutzung auf das Fahrrad, gerade innerorts und über kurze Strecken, bedeutet eine überdurchschnittliche CO2-Entlastung, wie es im Klimaschutzkonzept für die Stadt Köln steht. Um es mit Zahlen zu sagen: Im Jahr produziert der Kölner Autofahrer 75.000 Tonnen CO2, würde die Hälfte davon Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, können 38.000 Tonnen eingespart werden. Aber nicht nur der hohe Ausstoß von Kohlenstoffdioxid ist problematisch. Auch der Lärm, die Abgase und der Feinstaub wirken sich negativ auf die Umwelt und die Gesundheit der Bewohner aus.

Wer die Volksinitiative “Aufbruch Fahrrad” unterstützen möchte, kann entweder selbst eine Unterschriftenliste ausdrucken oder an der nächster Sammelstelle sein Autogramm da lassen. Mehr Infos gibt es auf www.aufbruch-fahrrad.de

Werde selbst aktiv! - Mach Deinen Fahrradladen zur Sammelstelle

Falls Du Besitzer eines Fahrradladens bist, dann mach doch Deine Kundschaft auf die Initiative aufmerksam und richte in Deinem Fahrradladen eine Sammelstelle für Unterschriften ein. Bist Du eine Kunde? Dann frag doch höflich, ob sich der Fahrradladen in Deiner Nähe dazu bereit erklärt :).

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